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Youssoufa Moukoko vor Bundesligadebüt beim BVB: „Ich kann nichts dafür, dass ich gut im Fußball bin“

Am Samstag beim Auswärtsspiel gegen Hertha BSC (20.30 Uhr im LIVE-TICKER), einen Tag nach seinem 16. Geburtstag, könnte Youssoufa Moukoko sein Bundesligadebüt für Borussia Dortmund geben. Geht es nach dem Angreifer, eilt sein erstes Spiel im deutschen Oberhaus aber nicht.

„Ich freue mich riesig, aber das muss nicht sofort sein. Überall steht, vielleicht kommt er am achten Spieltag gegen Hertha rein. Wenn es so kommt, dann freue ich mich genauso riesig wie jetzt“, sagt der gebürtige Kameruner in der DAZN-Dokumentation „BVB09 – Stories who we are“.

141 Tore hat Moukoko in 88 Pflichtspielen für die U17 und U19 des BVB erzielt. Seit 2016 spielt er in Dortmund, zuvor war er beim FC St. Pauli in der Jugend aktiv und nicht minder erfolgreich. „Ich bekam so viele Angebote, aber ich wollte nur zu dem Verein gehen, bei dem ich wusste: Okay, hier willst du es schaffen“, erinnert sich Moukoko und gibt sich selbstbewusst: „Ich glaube, das hätte ich auch bei den anderen geschafft, aber Dortmund hat mir einen Plan aufgezeigt und der geht bis jetzt genau so auf, wie mir das aufgezeigt wurde. Letztlich habe ich mich für Dortmund entschieden, weil hier viele junge Spieler herausgekommen sind. Das ist schon extrem. Eine Hausnummer.“

Moukoko über BVB-Training: „Ich kann sehr gut mithalten“

Vier Jahre lange durchlief Moukoko die Nachwuchsabteilung der Borussia und wurde immer wieder früh nach oben gezogen. 90 seiner Treffer schoss er in den 56 Pflichtspielen für die U17, die restlichen 51 kamen seit Sommer 2019 in der U19 hinzu. Zur aktuellen Saison wurde er zudem zum Training bei den Profis beordert.

„Nach dem ersten Training dachte ich: Das ist schon intensiv. Du musst dich schnell entscheiden können, bevor du den Ball bekommst“, sagt Moukoko über sein Debüt bei den Erwachsenen. Doch auch hier zeigt sich sein Selbstbewusstsein: „Nach der zweiten Einheit hatte ich das aber schon drin. Ich kann sehr gut mithalten.“

Um dorthin zu kommen, habe er viel gearbeitet. „Wenn du Profi sein möchtest, musst du viel Aufwand in Kauf nehmen. In der U13 war ich richtig klein, aber plötzlich habe ich einen Körper bekommen, weil ich jeden Tag im Kraftraum trainiert habe – mit Athletiktrainer und ohne“, erklärt Moukoko.

Löw und Can begeistert von Moukoko

Von seinen Leistungen sind längst andere begeistert. Selbst Bundestrainer Joachim Löw ist beeindruckt von Moukoko: „Es ist nicht zu glauben, dass einer in dem Alter bei den Älteren so viele Tore macht. Er hat Fähigkeiten, die man selten zuvor erlebt hat.“ Auch BVB-Mitspieler Emre Can ist voll des Lobes: „Man sieht extrem, wie talentiert er ist. Mit 15 Jahren bei den Profis dabei zu sein, das heißt schon was.“

Sein Talent sei angeboren, sagt Moukoko in der Doku, um dann fast entschuldigend zu erklären: „Ich kann aber nichts dafür, dass ich gut im Fußball bin. Ich arbeite und wer mehr tut, bekommt am Ende die Belohnung.“

Ob bereits am Samstag in Form seines Debüts in der Bundesliga die nächste Belohnung hinzukommen wird, ist ungewiss. Medienberichten zufolge soll Lucien Favre dem 16-Jährigen einen Platz im Dortmunder Kader für die Partie in Berlin freihalten.

Moukoko und Haaland? „Das wird kein Spaß für die Gegner“

Moukoko ist nun neben Erling Haaland der zweite echte Stürmer, den die Borussen in ihrer Mannschaft haben. Mit dem norwegischen Torjäger versteht sich Moukoko bereits gut: „Er ist lustig und macht Späße mit mir im Training. Wir reden miteinander und ich habe schon viel von ihm gelernt. Wie explosiv er in seine Tiefenläufe geht, das habe ich mir abgeschaut“, sagt er.

Was Moukoko dann sagt, klingt wie ein Vorgriff auf die Zukunft. Man darf gespannt sein, wann Haaland und er das erste Mal gemeinsam auf dem Feld stehen werden. „Diese Kombination würde auch passen: Moukoko und Erling. Das wird gar kein Spaß für die Gegner.“

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