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So realistisch sind Stadien & Spieler in PES 2020

Der FC Bayern präsentierte gestern in der Allianz Arena einen neuen „Platin-Partner“: Den japanischen Videospiel-Entwickler Konami. Die Marke ist bekannt für ihre Fußball-Simulation „Pro Evolution Soccer“. In der Neuauflage des Spiels wird der FC Bayern eine große Rolle übernehmen.

Autor: David Goller, Playboy

Gut eine Woche lang war das Spezialisten-Team im Frühjahr in der Allianz Arena beschäftigt, um das Münchner Stadion bis aufs kleinste Detail mittels digitaler 3D-Technologie zu scannen. Das Ergebnis dieser aufwändigen Arbeit präsentierte Konami zusammen mit dem FC Bayern im Inneren der Arena. Und in der Tat ist das digitale Abbild in der Fußball-Simulation „eFootball Pro Evolution Soccer 2020“ vom Original kaum zu unterscheiden.

Wer also schon immer davon träumte, einmal auf dem heiligen Rasen des Münchner Stadions zu dribbeln, kommt dem Erlebnis in „PES 2020“ so nahe wie nie. Neben Anspiel-Möglichkeiten zeigt auch ein Vergleichsvideo beim Pressetermin die verblüffende Ähnlichkeit von „Original und Fälschung“. Ohne den PES-Konkurrenten FIFA zu erwähnen, versicherte FCB-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, dass die Allianz Arena in Zukunft in keinem anderen Spiel mehr zu sehen sein werde.

Detailverliebtheit, die unter die Haut geht

Nicht nur das Stadion des Rekordmeisters wurde für „PES 2020“ gescannt, auch die Spieler mussten in den 3D-Apparat. So sollen Mimik und Bewegungsabläufe noch realistischer werden. Die Arbeit der Entwickler geht so weit, dass selbst die zahlreichen Tattoos der Fußballprofis genauestens notiert, fotografiert und ins digitale Ebenbild transferiert wurden.

Auf die Integration möglicher Neuzugänge angesprochen versicherte Jonas Lygaard, Senior Director Brand & Business Development bei Konami, rasche Handlungsfähigkeit. Der digitale Scan und die Integration ins Spiel gehe sehr schnell und man sei auf diese Situation gut vorbereitet. Sollte es den Verantwortlichen beim FC Bayern gelingen, Wunschkandidat Leroy Sané an die Säbener Straße zu locken, müsste die Gaming-Gemeinde in „PES 2020“ nicht auf ihn verzichten. Karl-Heinz Rummenigge wurde ebenfalls auf neue Spieler angesprochen und zeigte sich optimistisch, wollte sich aber im Detail zu keiner Personalie äußern.

Serge Gnabry neben Messi, Maradona und Matthäus

Neben Vorstand Karl-Heinz Rummenigge war auch Serge Gnabry anwesend. Der 23-Jährige wurde als offizieller „PES Ambassador“ vorgestellt und wird neben Barca-Star Lionel Messi weltweit auf dem Cover von „PES 2020“ zu sehen sein. Doch nicht nur diese aktuellen Top-Spieler werden im Spiel vertreten sein. Auch Fußball-Legenden wie Diego Maradona und Ronaldinho wird man in „eFootball PES 2020“ spielen können. Unter diesen Legenden befinden sich unter anderem die beiden ehemaligen Bayernspieler Lothar Matthäus und Oliver Kahn.

FC Bayern wird sich im E-Sport engagieren

Bisher sträubte sich die eher konservative Führung des Traditionsvereins gegen die Initiative im E-Sporsbereich. Vor allem Präsident Uli Hoeneß äußerte sich in der Vergangenheit kritisch und bezeichnete eine mögliche Förderung des E-Sports durch die Politik und sagte, es sei „totaler Schwachsinn, wenn der Staat nur einen Euro dazu geben würde“. Andere Töne stimmte Bayern-Boss Rummenigge an und kündigte das Engagement des FC Bayern im E-Sportsbereich an. Dabei wolle man sich jedoch auf Sportsimulationen beziehungsweise den Fußball konzentrieren.

Bis es soweit ist, hat der Rekordmeister allerdings noch ein paar andere Aufgaben, wie die bevorstehenden Transfers, zu erledigen. Kommende Woche steht die USA-Reise der Mannschaft an. In gut einem Monat, am 16. August eröffnet der amtierende Meister die neue Bundesliga-Saison gegen Hertha BSC. Einen ersten Härtetest absolvieren die Bayern Ende Juli beim hauseigenen Audi Cup, wo Real Madrid, Tottenham Hotspurs und Fenerbahçe Istanbul zu Gast sein werden.

Videospiel-Fans können ab dem 10. September Gnabry & Co. am PC, der PS4 oder Xbox One durch die digitale Allianz Arena dribbeln lassen.

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