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FUSSBALLGOLF- Neuer Crossover-Trendsport

Die Kombi aus Golf und Fußball findet weltweit immer mehr Liebhaber

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Mach die Parkwiese nebenan zur Driving Range!

Fußballgolf (internat. „Soccergolf“ bzw. „Foot(ball)golf“) kommt ohne Schläger und Golf-übliche Etiketten aus und lässt sich zu jeder Jahreszeit auf jeder größeren Parkwiese spielen. Es gibt kein Holz, keine Eisen, keinen Putter, keinen Caddie, keinen Dresscode. Alles, was du benötigst, sind ein guter Fußball (Größe 5), ordentliche Sneakers und ein halbwegs trainiertes Schussbein mit möglichst viel Effet-Gefühl. Für einen Übungs-Flight im Park nimmst Du eine kleine Handschaufel und eine golfübliche Steckfahne mit, um die (selbstgebuddelte) Erdmulde, in der die Bälle landen sollen, als Zielorientierung zu markieren. Das Ziel wird von verschiedenen Seiten und unterschiedlich entfernten (und zuvor festgelegten) Abschlagpunkten aus angespielt. Alle Mitspieler sollten einen eigenen Ball haben.

Mit der „Picke“ einen „Birdie“ landen

Was im Fußball eher verpönt ist, gehört beim Fußballgolfen zum guten Ton. Denn gerade mit der Picke lassen sich mittellange Bälle schnurgerade und flach am sichersten Richtung Ziel befördern. Je nach Entfernung zwischen Abschusspunkt und Ziel (20 bis max. 220 Meter) bzw. Lage der Ziel-Mulde (Hang, ebenerdig, Senke) wird der Ball mit sämtlichen Fußstellungen behandelt: Vom Vollspann beim weiten Abschlag, über Innen- und Außenrist-Bälle bei kurvigen Bahnverläufen, Hebern und Lupfern beim Überspielen von Hindernissen bis zur Picke und Hackensohle für Flachbälle und zum Einlochen.

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Fußballgolf weltweit auf dem Weg zum neuen Trendsport

Fußballgolf wird im offiziellen Wettbewerb genau wie Golf mit 18-Bahnen-Flights und „Par“-Vorgabe gespielt, die festlegt, wie viele Schüsse ein Spieler für jede Bahn maximal ausüben darf (Par3 bis Par6). Wird zum Einlochen des Balls ein Schuss mehr benötigt als vorgegeben, ist es ein „Bogey“, landet der Ball mit einem Schuss (weniger als vorgegeben) im Ziel, ist es ein „Birdie“. Die Anfang der Achtziger Jahre angeblich in Schweden erfundene Crossover-Sportart findet heute weltweit immer mehr Fans. Die meisten Fußballgolfer gibt es mittlerweile in den USA und in Japan. Dort laden großflächige Soccergolf-Anlagen zum Kick im Grünen ein, die gärtnerisch teils aufwendiger angelegt sind, als klassische Golfclub-Parks. Inzwischen werden weltweit Ligawettbewerbe ausgetragen und seit 2007 gibt es offizielle Europa- und Weltmeisterschaften.

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Weltgrößte Fußballgolfanlage: 36 Loch-Bahnen im pfälzischen Dirmstein

Auch auf deutschem Boden sind im Laufe des vergangenen Jahrzehnts etliche Fußballgolf-Anlagen entstanden, auf denen (in Corona-freien Zeiten) zumeist ganzjährig gespielt werden kann. Die meisten Courts liegen im Speckgürtel der Großstädte – umso mehr bieten sich diese in idyllische Naturlandschaften eingebetteten Courts für einen Fußballfitness-Ausflugtag an. Zum Beispiel in Deutschlands ersten und größten Soccergolfpark im pfälzischen Dirmstein. Die 2006 eröffnete Anlage hat, verteilt über mehrere Hektar Naturfläche, insgesamt 36 Loch-Bahnen und ist damit weltweit die Größte ihrer Art.

footgolf-worldcup.com

Offizielle Fußballgolf-Weltmeisterschaften seit 2007

In Deutschlands größtem Soccergolfpark in Dimstein fand 2007 auch die erste offizielle Fußballgolf-Weltmeisterschaft statt. Mit Gründung der „World Footballgolf Association“ wird seitdem jährlich eine WM ausgerichtet. 2018 trafen die besten Footgolfer der Welt erstmals in Afrika aufeinander (Marokko / Marakesch) und der Ausrichter für die Weltmeisterschaft 2020, die coronabedingt auf 2021 verschoben wurde, heißt Japan. In Sakura-City werden kommendes Jahr erstmals über 500 Fußballgolfer aus mehr als 30 Nationen an den Start gehen. Japan gilt mittlerweile als ambitionierteste und bislang professionellste Soccergolf-Nation mit den schönsten Anlagen, meisten Turnierveranstaltungen und höchsten Preisgeldern.

kanin.sl

Winterfitness-Tipp: Fußballgolfen im Schnee

Sollte Petrus weiße Wintertage bescheren, unbedingt mal eine Runde Fußballgolf auf frisch verschneiter Wiese ausprobieren!  Aus dem Schnee lassen sich wunderbar Mulden oder Mini-Iglus als Einlochziele modellieren und er macht den Untergrund heller und damit Ball wie Fahnen viel besser sichtbar, sodass sich selbst noch bei Dämmerung spielen lässt. Zum Markieren der modellierten Schneelöcher können batteriebetriebene LED-Lichter und Reflektorbänder kombiniert werden. Und für den Fußballgolf-Kick im Dunkeln bietet sich natürlich ein Leuchtfußball an, zum Beispiel der „Nightmatch“ -Trainingsball von Amatopia. Der strahlt via eingebauter Leuchtdioden so gut, dass ein „Birdie mit der Picke“ auch um Mitternacht gelingen kann.

soccerpark-dirmstein.de

Kleine Regelkunde für’s Fußballgolfen auf der Parkwiese:

1 Beim Fußballgolf sollte jeder Spieler in Besitz eines eigenen Balls sein. „Angestoßen“ wird der Reihe nach von einem festgelegten und markierten Abschuss-Startpunkt

2 Weitergespielt wird der Ball ab dem Punkt, an welchem er liegen geblieben ist. Es schießt immer der Spieler zuerst, dessen Ball sich in weitester Entfernung zum Zielloch befindet.

3 Landet der Ball beim Schuss im “Aus” (z.B. in einem Beet, vor einem Baum, hinter einem Zaun) muss der Spieler zum Ausgangspunkt des letzten Schusses zurückkehren und erhält einen Strafpunkt. Auch das Zurückprallen des Balls von einem Außenzahn oder Hindernis wird dabei als “Aus” gewertet.

4 Wer beim Überspielen oder „Tunneln“ an einem Hindernis hängenbleibt, bzw. dieses so touchiert, dass der Ball abprallt, wird mit einem Strafpunkt belegt und muss erneut vom vorigen Abschusspunkt schießen.

5 Während des gesamten Spiels gilt die Regel: Liegt ein vom Gegner zuvor gespielter Ball in der eigenen Schusslinie, wird diese Ballposition gekennzeichnet und der Ball solange von der Bahn entfernt.

6 Jede Ballberührung gilt als Schuss. Sieger ist, wer auf allen Bahnen die wenigsten Ballberührungen/Schüsse zum Einlochen benötigt.

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