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FC Bayern München: Robert Lewandowski spricht über „schlimmsten Tag meines Lebens“

Robert Lewandowski hat bei The Players Tribune über „eine grausame Zeit“ und den bisherigen Tiefpunkt in seiner Karriere gesprochen. Eine Zeit, in der er seinen Vater verloren hatte und seine Profi-Laufbahn nach einer Verletzung bei Legia Warschau in Trümmern lag.

„Als ich 16 war, ist mein Vater nach langer Krankheit gestorben. Es ist immer noch sehr schwer für mich, zu beschreiben, wie schwierig das für mich war“, erzählte Lewandowski in dem Beitrag auf dem Portal, das der ehemalige Baseballstar Derek Jeter 2014 gegründet hatte und in dem zahlreiche ehemalige und aktive Sportstars Gastartikel über ihren Werdegang veröffentlichen.

Lewandowski stürmt für Legia Warschau

Lewandowski, der aktuell als bester Stürmer der Welt gilt und erst im Dezember zum FIFA-Weltfußballer gewählt wurde, stand ausgerechnet in der Zeit, in der er mit seinem privaten Schicksal rund um den Tod des Vaters zu kämpfen hatte, bei Legia Warschau vor dem Aus.

Mit 15 war er von Delta zu Legia in die zweite Mannschaft und die dritte polnische Liga gewechselt. Ein Jahr später hatte er sich nach eigenen Aussagen „eine ernsthafte Knieverletzung“ zugezogen, „und einige Leute im Verein meinten, dass ich nie wieder meine Bestform erreichen würde“.

In dieser Zeit sollte entschieden werden, ob sein noch ein Jahr gültiger Vertrag bei Legia verlängert werde, berichtete Lewandowski, der von einer „grausamen Zeit“ sprach. Denn der Klub plante nicht mehr weiter mit dem heute 32-Jährigen – und teilte ihm das offenbar auf höchst unsensible Weise mit.

Lewandowski wird aussortiert: „Sie haben den Sekretär geschickt“

„Sie haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, den Trainer oder den Sportdirektor zu schicken, um mir die Entscheidung mitzuteilen. Sie haben den Sekretär geschickt, der mir mitgeteilt hat, dass sie mich gehen lassen würden“, erklärte Lewandowski.

Es sei „einer der schlimmsten Tage meines Lebens“ gewesen: „Mein Vater war weg. Jetzt fiel meine Karriere auseinander. Nachdem ich die Nachricht bekommen hatte, ging ich zurück zum Auto, wo meine Mutter wartete. Sie wusste sofort, dass etwas nicht in Ordnung war. Ich konnte es nicht zurückhalten und fing an zu weinen.“

Bild: imago images / Newspix

Seine Mutter habe ihm anschließend aus seinem Tief geholt und sei in Kontakt mit Znic Pruszkow, einem anderen Drittligisten in Polen, getreten. Dieser habe ein paar Monate zuvor versucht, Lewandowski zu verpflichten und seine Mutter überzeugte ihn davon, das große Legia für den Provinzklub zu verlassen.

Als Lewandowski wechselte, sei er „in so schlechter Verfassung“ gewesen, dass er „nicht einmal richtig rennen konnte“. Eines seiner Beine habe er so nach gezogen, „als ob ich einen Block Zement um meinen Knöchel hatte. Es sah skurril aus“.

Lewandowski kämpft sich zurück: „Mit Angeboten bombardiert“

Er erinnerte sich daran, dass die großen Talente im Fußball damals schon bei Bayern, Barca oder Manchester United gespielt hätten, „und hier war ich in der dritten polnischen Liga, wie ich versuchte, mich daran zu erinnern, wie man läuft“.

 

 

 

 

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Er habe von dieser schweren Zeit, „der Unsicherheit und dem Elend“ profitiert, und zwar lange Zeit gebraucht, um wieder fit zu werden, doch als es so weit war, habe er in einem Spiel nach dem nächsten getroffen. „Vier Jahre später wurde ich mit Angeboten, den polnischen Fußball zu verlassen, bombardiert“.

Im Sommer 2010 nahm er jenes von Borussia Dortmund an und wechselte für knapp fünf Millionen Euro von Lech Posen zum BVB. Nach einem Jahr als Backup für Lucas Barrios startete Lewandowski in Dortmund eine Weltkarriere, die 2020 mit dem Triple-Sieg mit dem FC Bayern und der Wahl zum FIFA-Weltfußballer ihre vorläufige Krönung erhielt.

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