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FC Bayern – Mark van Bommel äußert scharfe Kritik an Jürgen Klinsmann: „Eine Saison verloren“

Mark von Bommel (43), ehemaliger Kapitän des FC Bayern München, hat scharfe Kritik am früheren Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann geübt. Zudem verriet er, dass er mit Ex-Trainer Louis van Gaal einmal „fast Kopf an Kopf“ stand.

Vor der Saison 2008/09 wurde der Mittelfeldspieler zum Kapitän ernannt und hatte daher viel Kontakt zum neuen Trainer Klinsmann. Bereits „am Ende der Vorbereitung“ habe van Bommel gewusst, dass die Zusammenarbeit kein gutes Ende nehmen würde, sagte er dem Podcast Phrasenmäher . „Wir haben da keine gute Absprache gehabt und die Mannschaft brauchte einen richtigen Trainer, der vorgibt, was passieren muss, was los ist und was passieren kann. Und das war nicht der Fall mit Klinsmann“, bilanzierte der 43-Jährige.

Klinsmann wurde beim FC Bayern 2009 entlassen

Da er dies frühzeitig gespürt habe, sei er aktiv auf den Trainer zugegangen und habe versucht, ihm zu helfen: „Trainer, wir müssen einen Plan haben. Wir sind ja fit, aber wir müssen auch einen Plan haben!“ Unterstützung holte er sich demnach bei den Bayern-Bossen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, die ebenfalls der Meinung gewesen sein sollen, „dass das nicht gut war. Manchmal hat man eine Mannschaft, die muss richtig gut geführt werden …“

Klinsmann habe allerdings nicht von seinem Plan abrücken wollen, so der 79-fache niederländische Nationalspieler: „Er hat gesagt: ‚Ja, Mark, wir müssen fit sein und dann können wir jeden schlagen. Das kommt später noch mal, das Taktische …'“

Bild: Getty Images

Van Bommels Fazit: „Da haben wir eigentlich eine Saison verloren.“ Klinsmann wurde letztendlich Ende April 2009 entlassen. Zuvor hatte der FC Bayern unter anderem mit 1:5 in Wolfsburg und mit 0:4 in Barcelona verloren.

FC Bayern: Van Bommel hatte auch Stress mit van Gaal

Van Bommel verriet zudem, dass er im Winter 2010/11 einmal mit Louis van Gaal aneinander geraten sei: „Wir standen fast Kopf an Kopf und haben uns angebrüllt.“

Anders als van Gaal und Klinsmann war van Bommel von Ottmar Hitzfeld begeistert: „Er war immer etwas zurückhaltend, aber dennoch mit Autorität und ohne, dass man Angst hatte. Fast wie ein Vater. Auch die Zusammenarbeit mit Michael Henke war super. Die Tür war immer offen.“

Fast hätte van Bommel aber die drei Trainer nicht erlebt: Aufgrund des harten Trainings von Felix Magath hätte er „am liebsten hingeworfen“. Van Bommel blieb den Bayern schließlich von 2006 bis 2011 treu und gewann mit den Bayern fünf Titel.

Bild: Getty Images

Während seiner Karriere war van Bommel für seine Härte bekannt. Der „aggressive Leader“ flog insgesamt 13-mal vom Platz, was ihm im Nachhinein peinlich ist: „Ich wollte mich nach Roten Karten am liebsten verstecken.“

Van Bommel stieg nach der aktiven Laufbahn ins Trainergeschäft ein und trainierte von Sommer 2018 bis Dezember 2019 den PSV Eindhoven. Er kann sich eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen: „Ich denke, dass die Bundesliga zu mir passt!“

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