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Bayer Leverkusen: „Das ist doch unglaublich!“ Trainer Peter Bosz schimpft über Länderspiele

Bayer Leverkusens Cheftrainer Peter Bosz (56) hat sich im Podcast Der Sechzehner über die aus seiner Sicht sinnlosen Freundschaftsspieler der Nationalmannschaften beschwert.

„Was ich nicht verstehe, warum noch ein extra Freundschaftsländerspiel gespielt werden muss. Warum? Das ist nur ein Grund, das ist Geld, das ist das Einzige – und das verstehe ich nicht“, schimpfte Bosz.

Palacios-Verletzung: Bosz wittert Absicht

Der Trainer der Werkself sprach dabei die zurückliegende Länderspielpause an, in der neben zwei Nations-League-Spielen in Europa zusätzliche Testspiele absolviert wurden. Deutschland etwa testete vor den Nations-League-Duellen mit der Ukraine und Spanien noch gegen Tschechien.

Vor allem eine sinnvolle Belastungssteuerung würden die vielen Länderspiele torpedieren, meint Bosz. „Wir Trainer von den Vereinen sagen: ‚Okay, wir rotieren.‘ Und was passiert? Die gehen zum Länderspiel und machen da dreimal 90 Minuten! Das ist doch unglaublich!“

Die Abstellung einiger Nationalspieler bezahlt Leverkusen nun mit einer Verletzung von Exequiel Palacios. Der Argentinier verletzte sich jedoch nicht aufgrund der hohen Belastung. Palacios brach sich drei Querfortsätze im Bereich der Lendenwirbelsäule, als Paraguays Angel Romero mit beiden Knien in Palacios Rücken rauschte.

Bild: https://twitter.com/exepalacios

Bosz sieht darin eine Absicht. Er vermutet einen Racheakt. Palacios hatte Romeros Zwillingsbruder Oscar (San Lorenzo) vor rund elf Monaten in seinem letzten Spiel für River Plate hart gefoult. „Es kann Zufall sein. Ich glaube aber nicht daran“, sagte Bosz. Palacios fehlt Leverkusen nun etwa drei Monate.

Peter Bosz lobt Hansi Flick

Am Samstag ist die Werkself zu Gast bei Aufsteiger Arminia Bielefeld. Neben dem VfL Wolfsburg ist Leverkusen das einzige Team der Bundesliga, das in der laufenden Saison noch kein Spiel verloren hat. Bayer steht nach sieben Spieltagen auf Platz vier.

Kritik von Seiten der Medien gibt es daher aktuell kaum. Für Bosz spielt das aber mittlerweile ohnehin keine Rolle mehr: „Früher war ich darüber richtig böse, heutzutage ist mir das scheißegal. Ich gehe meinen Weg. Für mich ist die Meinung meiner Co-Trainer und die Meinung meines Sportdirektors wichtig, aber doch nicht die Meinung eines Journalisten.“

Für einen Trainerkollegen, bei dem es seit seinem Amtsantritt noch deutlich besser läuft, hatte Bosz ein besonderes Lob übrig: „Ich bin wirklich beeindruckt von Hansi Flick.“ Zwar komme auch auf Flick noch eine Zeit zu, in der seine Mannschaft in ein Formtief rutscht. „Aber was Hansi in dieser kurzen Zeit geleistet hat, ist für mich wirklich beeindruckend. Bayern war für mich die attraktivste Mannschaft Europas in der letzten Saison“, sagte Bosz weiter.

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